Konfliktmanagement und Lebensgestaltung
Das Institut für Konfliktmanagement und Lebensgestaltung führt Kurse zur Verbesserung des Konfliktmanagements in Organisationen durch. Es verbessert die Konfliktlösungskompetenz von Führungskräften. Das Selbstmanagement wird modifiziert und die Hintergrundsdynamik aktueller Krisen verdeutlicht. Hierbei hat sich das "Zwischenraumkonzept" vor allem zur Lösung chronischer Konfliktherde zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern bewährt. Mit Hilfe des Dynamischen Teamcoachings können Kooperationsprobleme in Arbeitsteams und Projektgruppen auch kurzfristig gelöst werden.
Das Institut für Konfliktmanagement und Lebensgestaltung erforscht die Auswirkungen unseres erfolgs- und leistungsorientierten Lebensstils im beruflichen und privaten Bereich. Die individuelle und gesellschaftliche Mobilität sind dabei zentraler Gegenstand des wissenschaftlichen Interesses. Feldstudien zu dieser Fragestellung wurden in Zusammenarbeit mit Frau Prof. Dr. Ingrid Breckner (Hafen City Universität Hamburg) und Herrn Prof. Dr. Johannes Brinkmann (Norwegian School of Management, Oslo) durchgeführt.
Lebensgestaltung. Die Beschleunigung des Lebens hat alle Bereiche des Berufsalltags erfasst und neuartige Interaktions- und Kommunikationsmuster hervorgebracht. Die Geschwindigkeit des Wechsels zwischen unterschiedlichen Referenzsystemen und Handlungsspielräumen verändert die Lebensgestaltung von Grund auf. Um den Zeitdruck konstuktiv zu bewältigen braucht es neu- und andersartige Formen der Lebensgestaltung. Spannungsherde müssen eingegrenzt, Konfliktlösungen vergleichsweise schnell gefunden werden. Problematisch dabei ist, dass Lösungen in der Regel nur auf oberflächlicher Ebene erfolgen. Um Konflikte in ihrer zentralen Dynamik zu erfassen und nachhaltig zu managen, braucht es Zeit, Geduld und Gestaltungskompetenz. Bedeutsam ist auch die Fähigkeit, Spannungen und inhaltliche Schieflagen über einen längeren Zeitraum auszuhalten. Die zunehmende Geschwindigkeit des Arbeitslebens steigert die Fehlerquote und erhöht den Entscheidungsdruck. In vielen Fällen hat dies eine Verschlechterung der gesamten Lebensqualität zur Folge. Bestimmte Krankheiten wie Hurry-Sickness, Oberflächlichkeit und Unaufrichtigkeit in persönlichen Beziehungen, innere Kündigung und burn-out-Symptome nehmen zu. Auf diesem Hintergrund gilt es, eine nachhaltige individuelle Lebensphilosophie zu entwickeln, die auf der Höhe der Zeit ist: Fest in der individuellen Biographie verankert und beweglich in ihrer spezifischen Ausformung – den situativen Herausforderungen und überdauernden Werten entsprechend.